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Wie Sie sich als Berufseinsteiger stressfrei in den Arbeitsalltag integrieren

Wer Schule oder Studium erfolgreich abgeschlossen hat, sieht sich vor einer neuen Herausforderung: Mit dem ersten richtigen Job kommt ein neuer Alltag mit völlig anderen Aufgaben auf Berufseinsteiger zu. Schnell können Unvorsichtige in krank machenden Stress geraten, doch das ist kein Schicksal, dem man erliegen muss.

Stress, was ist das überhaupt? Handelt es sich nicht um einen überflüssigen Zustand, in den jeder gerät, der mehr zu tun hat, als er bewältigen kann? Aus biologischer Sicht ist Stress ganz und gar nicht überflüssig. Ursprünglich diente er unseren Vorfahren zum Überleben. Denn fand sich der Urmensch in einer lebensbedrohlichen Situation wieder, beispielsweise in der Begegnung mit einem gefährlichem Fressfeind, mobilisierte die Stressreaktion Kraft und Energie für Flucht oder Angriff.

Stress wird dabei durch sogenannte Stressoren, in diesem Fall das Wahrnehmen des gefährlichen Fressfeinds, in Gang gebracht und durch Hormone gesteuert. Das Erleben von Stress ist aus Sicht der Evolution sehr wichtig. Auch heute, in unserer leistungsorientierten Gesellschaft, muss Stress nichts schlechtes sein. Er hilft, dass wir in Schule und Uni Abgabetermine einhalten, für Klausuren bereit sind und pünktlich erscheinen. Stress ermöglicht, dass wir mehr Leistung erbringen als im entspannten Zustand.

Leider zeichnet sich die westliche Gesellschaft dadurch aus, dass sie immer schlechter mit Stress umgehen kann und krank wird, wie mit Herz- und Kreislauferkrankungen, Rückenschmerzen, Depressionen oder Angststörungen. Oft fällt es Betroffenen schwer, Stress als solchen wahrzunehmen, den Mittelweg aus nützlichem und schädlichem Stress zu finden und den Alltag daran anzupassen. Aufgrund der vielen neuen Eindrücke und dem neuen Alltagsablauf ist das ein Problem, das Berufseinsteiger besonders leicht betreffen kann.


Erkennen Sie Stress?


Am einfachsten lässt sich Stress beschreiben als ein "Unter-Strom"-Gefühl. Der gesamte Körper, aber auch die Gefühls-, Wahrnehmungs- und Gedankenebene sind angespannt. Dies kann mehr oder weniger stark empfunden werden. Wenn die Gedanken rasen, eine Art "Tunnelblick" Unwichtiges ausblendet, Gefühle unterdrückt sind oder Achterbahn fahren und das zusätzlich zu schnellem Puls, feuchten Händen oder hoher Atemfrequenz, handelt es sich möglicherweise um Stress.

In unserem Körper werden dabei durch Nebennieren und Gehirn Hormone wie Adrenalin ausgeschüttet. Das setzt schlagartig in unseren Zellen gespeicherte Energiereserven frei, wodurch Nerven und Muskeln besonders einsatzfähig sind. Herz und Lunge arbeiten intensiver, sodass die Sauerstoffversorgung des Körpers ansteigt, während Organe wie Magen und Darm pausieren. In diesem Zustand will der Körper "kämpfen" oder "flüchten".

Stress muss abgebaut werden

Der Urmensch baute durch Kampf oder Flucht freigesetzte Energie und Hormone wieder ab. Sofern er überlebte, stellte sich im Anschluss schnell Entspannung ein. Wer sich im neuen Job oft in Stress wiederfindet und nicht möchte, dass dieser ihn oder sie krank macht, der kann als effektive Gegenstrategie Sport einsetzen. Dadurch wird derselbe Abbauprozess von Energie und Hormonen in Gang gesetzt. Doch wir können noch mehr tun als das. Verschiedene Entspannungstechniken wie Autogenes Training bringen einen ähnlichen Effekt hervor. Unsere Körper lassen sich auch durch bewusste Atmung beeinflussen. Sind wir in Stress, ist die Atmung schneller und oberflächiger als gewöhnlich.

Atmen wir dann achtsam langsam und tief, bringen wir uns wieder zur Ruhe. Manchmal stressen wir uns auch selbst, zum Beispiel wenn wir uns unnötige Sorgen machen. Das kann Berufsanfänger besonders leicht belasten. Dann müssen wir daran arbeiten, unsere Einstellung zu ändern und unseren Selbstwert zu erhöhen. Doch bevor wir dem Stress ausgeliefert sind, können wir auch versuchen, ihn gar nicht erst entstehen zu lassen.

Wer den Alltag bewusst plant und dabei genügend Zeit für Erholung und sich selbst einkalkuliert, lebt entspannter. Ein stabiles soziales Netz aus Freunden und Familie, die den Rücken stärken, beugt Stress nachweislich vor. Optimisten kommen übrigens besser mit Stressoren zu Recht als Pessimisten: Die richtige Einstellung kann ebenfalls einen entscheidenden Unterschied bringen.