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Der Lebenslauf

Der Lebenslauf

Das Verschicken eines standardisierten Lebenslaufes ist auf dem heutigen Personalmarkt von Nachteil. Wie das Anschreiben, muss auch der Lebenslauf den jeweiligen geforderten Kenntnissen und Qualifikationen des Unternehmens angepasst werden. Um aus der Masse herauszustechen, muss der Lebenslauf individuell gestaltet werden und sollte maximal zwei Seiten umfassen.

Die folgenden Tipps helfen Ihnen einen perfekten und gelungenen Lebenslauf zu gestalten:
Der Lebenslauf beinhaltet die wichtigsten persönlichen Daten des Bewerbers, um dem Empfänger ein detailliertes Bild des Bewerbers zu ermöglichen. Er sollte systematisch und chronologisch, in tabellarischer Form aufgebaut sein und keine „Lücken“ enthalten. Im Gegensatz zum englischen Lebenslauf, auch CV (Curriculum Vitae) genannt, werden in Deutschland die ältesten Daten an erster Stelle aufgelistet. Aber auch in Deutschland geht der Trend zur amerikanischen Form über, der es bereits beim Überfliegen der Bewerbung ermöglicht, die aktuellsten und bedeutendsten Daten zu bemerken.

Das Bewerbungsfoto ist eine feste Komponente der Bewerbungsmappe, denn Bilder sagen mehr als tausend Worte. Die klassische Plazierung des Bewerbungsfotos erfolgt in der rechten, oberen Ecke des Lebenslaufes. In modernen Varianten der Bewerbungsmappe kann das Foto auch auf einem Deckblatt angebracht sein.

Der Lebenslauf sollte prägnant und klar detailliert sein. Es ist wichtig dass die wesentlichen Daten übersichtlich dargestellt werden, um dem Leser einen möglichst schnellen Überblick zu ermöglichen.

 



Tipps zur idealen Gestaltung des Lebenslaufes

Neben dem Inhalt des Lebenslaufes ist ebenfalls das Erscheinungsbild sehr wichtig, schließlich zählt der erste Eindruck. Es ist zu beachten, dass der Lebenslauf ordentlich, sauber und ohne Falten ist. Auch sollte die Formatierung nicht unterschätzt werden, die Auswahl der Schriftgröße und Schriftart sowie eine übersichtliche Untergliederung verleiten dazu, den Lebenslauf des Bewerbers genauer zu analysieren.

Beim Gestalten und Strukturieren Ihres Lebenslaufes, sollten Sie die Leitfragen des Lesers vor Augen haben und versuchen diese detailliert zu beantworten.

 

Leitfragen:

  • Wie sind die gegenwärtigen Familienverhältnisse des Bewerbers, zum Beispiel ledig/verheiratet?
  • Wie ist der Ausbildungsstand des Bewerbers?
  • Entspricht das Qualifikationsprofil des Bewerbers den Erwartungen der ausgeschriebenen Stelle?
  • Welche Berufserfahrung kann der Bewerber aufweisen, die sich mit dem Stellenanforderungsprofil deckt?
  • Hat der Bewerber Aktivitäten, Engagement, Interessen, die er in seiner Freizeit verfolgt, die die Persönlichkeit unterstreichen?
  • Weist der Lebenslauf Lücken auf?

 



Allgemein wird der Lebenslauf in vier große Bereiche eingeteilt

  1. Persönliche Daten
  2. Bisherige Ausbildung (Schulbildung)
  3. Beruflicher Werdegang / Erfahrung
  4. Besondere Kenntnisse und nebenberufliche Interessen und Aktivitäten

 


1. Persönliche Daten

In dem Abschnitt "Persönliche Daten’ sind folgende Komponenten zu nennen/ erwähnen:

  • Vor- und Nachname
  • Kontaktdaten: Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse
  • Nationalität, nur wenn aus dem Namen nicht ersichtlich ist, aus welcher Nation der Bewerber stammt
  • Konfession, ist keine Muss-Angabe. Nur bei sozialen oder gemeinnützigen Berufen, z. B Kirchenträger, Rotes Kreuz
  • Eltern und Geschwister können ebenfalls bei sozialen Berufen angegeben werden, um soziale Eigenschaften herausstechen zu lassen. Dies ist allerdings keine Muss-Angabe!

 

2. Ausbildung
In diesem Abschnitt ist es wichtig, den bisherigen schulischen Werdegang mit den Zeiträumen genau anzugeben. Dazu gehören alle schulischen, beruflichen und Universitätsabschlüsse. Es ist ausreichend, wenn die Daten mit Zeitraum und Abschluß erfaßt werden. Vor allem für Berufseinsteiger ist es empfehlenswert, diesen Abschnitt etwas detaillierter zu gestalten. So kann z. B. auf bestimmte Studienarbeiten, Noten, Prüfungsfächer oder Leistungskurse verwiesen werden. Auch soziale Aktivitäten oder abgeleistete Wehr- und Zivildienstzeiten gehören in die Rubrik „Ausbildung“.



3. Beruflicher Werdegang

Hier werden alle beruflichen Positionen mit den jeweiligen Zeiträumen, die Tätigkeiten mit den Aufgaben- und Verantwortungsbereichen, die beruflichen Aufstiege und die Arbeitgeberdaten erfaßt.



4. Besondere Kenntnisse und nebenberufliche Aktivitäten und Interessen
Besondere Fähigkeiten und Kenntnisse des Bewerbers sind in dieser Rubrik an der richtigen Stelle. Dies können Sprach- und IT-Kenntnisse, ehrenamtliches Engagements und Hobbys sein, die die Persönlichkeit und Charaktereigenschaften des Bewerbers wiederspiegeln, die durchaus positiv in Bezug auf die Anforderungen der Stelle bewertet werden können.




Englischer Lebenslauf (CV)

Das Curriculum Vitae sollte, wie der deutsche Lebenslauf auch, einen Umfang von maximal zwei Seiten aufweisen. Zudem enthält der englische Lebenslauf im Gegensatz zum deutschen Lebenslauf eine kurze Beschreibung des Karriereziels, das sog. „Career Objective“.

Der erste Abschnitt des CV beinhaltet wie im deutschen Lebenslauf, die persönlichen Daten. Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass Daten über den Familienstand, Eltern und Geschwister sowie Religionszugehörigkeit ausgelassen werden.

Die Rubrik „Education and Training“ beinhaltet wie im deutschen Lebenslauf die Schul- und Berufsausbildung detailliert. Der Unterschied besteht darin, dass man im Englischen den aktuellen oder höchsten Schulabschluß an erster Stelle benennt und danach die übrigen Ausbildungs- und Berufsstätten erläutert. Da nicht immer die Abschlüsse konkret ins Englische übersetzt werden können, empfiehlt es sich die Bezeichnung auf Deutsch zu nennen und diese dann auf Englisch zu umschreiben.

„Work Experience“, „Career History“, „Career Development“ oder für Berufsanfänger „Practical Experience“ sind Bezeichnungen, die für den Abschnitt „Beruflicher Werdegang“ verwendet werden können. Auch hierbei ist zu beachten, dass die Erfahrungen in zeitlich umgekehrter Reihenfolge aufgegliedert werden müssen. Neigen Sie nicht zu Ausschweifungen. Erfahrungen und Leistungen, die länger in der Vergangenheit zurückliegen, interessieren den Leser nicht.

„Addtional Skills“ bezeichnet die Rubrik „Besondere Kenntnisse“. Hier sind Sprach- und EDV- Kenntnisse zu nennen. Es ist ebenfalls üblich, dass man im englischen Lebenslauf die Führerscheinklasse anführt. Ein sehr wichtiger Punkt sind die Hobbys, denen der Bewerber nachgeht. Im Gegensatz zum deutschen Lebenslauf, legt der CV sehr viel Wert auf die „Soft Skills“ des Bewerbers. Daher ist es auch nicht üblich, den CV mit einem Bewerberfoto zu versehen. Damit soll eine objektive Bewertung des Bewerbers ermöglicht werden.


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