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Promotion nach dem Studium - ja oder nein?

Möglicherweise steht bei einigen nach dem Studium die Entscheidung an, zu promovieren. Immerhin klingt ein „Dr.“ vor dem eigenen Namen doch sehr gut. Aber der Weg dorthin ist meist recht langwierig.

Welche Möglichkeiten der Promotion gibt es?

Voraussetzung für die Verleihung des Doktorgrades ist zunächst einmal ein Abschluss wie Master, Diplom, Magister oder Staatsexamen. In einigen Ausnahmefällen kann man auch als Bachelorabsolvent promovieren. Ein Gremium entscheidet dann, ob man zur Promotion zugelassen wird.
Bei medizinischen Fächern wird der Doktor schon studienbegleitend erworben und sind von ihrem Umfang mit einer Diplomarbeit im naturwissenschaftlichen Bereich vergleichbar. Dagegen gibt es für andere Fachrichtungen verschiedene Möglichkeiten, um zu promovieren. So gibt es das traditionelle Promotionsmodell  und bestimmte Promotionsprogramme. Bei ersterem werden die Doktoranden von einem Professor der Fakultät unterstützt und betreut. Dabei kann frei gewählt werden, ob man an der Hochschule, einer anderen Forschungseinrichtung oder in der Industrie forschen möchte.

 

In Promotionsprogrammen stehen mehrere Wissenschaftler zur Verfügung, die einem während der Promotion zur Seite stehen. Bis der Doktorgrad erlangt wird, vergehen meist drei Jahre oder mehr. Je nach Fachrichtung schwankt auch die erforderliche Seitenzahl zwischen 25 und mehreren hundert Seiten.

 

Angefangen wird in jedem Fall damit, einen geeigneten Betreuer zu wählen, denn Doktorvater. Danach wird die Promotion beim Promotionsausschuss angemeldet, der darüber entscheidet, ob man genügend Qualifikationen besitzt, um einen Doktortitel zu erwerben. Der Abschluss des vorangegangenen Studiums sollte gut sein und gegebenenfalls sind auch zusätzliche Qualifikationen, wie Sprachnachweise oder bestimmte Seminarscheine nötig.

Verfassen der Dissertation

Um sich am Ende mit dem Titel „Doktor“ schmücken zu können, muss eine Dissertation, also eine wissenschaftliche Arbeit zu einem bestimmten Thema verfasst werden. Diese Doktorarbeit muss neue Erkenntnisse auf dem jeweiligen Fachgebiet bringen. Hierbei wird unter Beweis gestellt, dass man auf einem bestimmten Spezialgebiet die Fähigkeit unter Beweis stellt, selbstständig wissenschaftlich arbeiten zu können. Hierzu muss auch eine mündliche Prüfung, das sogenannte Rigorosum, abgelegt werden. Auch ein wissenschaftliches Streitgespräch, die sogenannte Disputation ist eine Möglichkeit der mündlichen Prüfung. Hier verteidigt man seine Doktorarbeit vor Professoren und Personen des öffentlichen Lebens, denn diese Prüfung findet in der Regel öffentlich statt.

 

Doch mit der Doktorarbeit alleine ist es nicht getan. Es müssen auch Doktorandenseminare besucht und Fachpublikationen veröffentlicht werden. Auch die Mitarbeit in der jeweiligen Fakultät ist meist Voraussetzung. So halten Doktoranden oft Seminare oder Übungen für Studenten ab oder stellen und korrigieren Klausuren.

Bewertungsschema der Doktorarbeit

Die Promotion wird mit lateinischen oder deutschen Noten bewertet. Je nach Hochschule gibt es allerdings unterschiedliche Bewertungssysteme. Allgemein gängig sind allerdings folgende Abstufungen:

  • Summa cum laude (mit höchstem Lob) steht für eine hervorragende Leistung
  • Magna cum laude (mit großem Lob) bezeichnet eine Leistung, die besonders anzuerkennen ist
  • Cum laude (mit Lob) steht für eine Leistung, die den Durchschnitt übertrifft
  • Satis bene (befriedigend) ist eine Doktorarbeit, wenn sie den durchschnittlichen Anforderungen genügt
  • Rite (ausreichend) ist eine Dissertation mit Mängeln, die aber noch den Anforderungen entspricht
  • Non probat, non sufficit, non rite oder insufficienter bedeutet, dass die Promotion nicht bestanden wurde, da die Arbeit große Mängel aufweist und damit für die Wissenschaft nicht brauchbar ist

 

Wer die Promotion erfolgreich gemeistert hat, kann auch an einer deutschen Hochschule als Professor beziehungsweise Juniorprofessor unterrichten. Meist hat man mit einer Promotion auch in größeren Unternehmen die Chance auf ein höheres Einstiegsgehalt und bessere Aufstiegsmöglichkeiten. Wer sich überlegt, seine akademische Karriere mit einem Doktortitel zu krönen, sollte sich dem Aufwand bewusst sein und gut überlegen, ob er die Jahre, in denen eine Promotion den Berufseinstieg verzögert, investieren möchte. Doch wer sich bewusst für eine Promotion entscheidet, kann während der Arbeit erstaunliche neue Erkenntnisse gewinnen und die Wissenschaft voran bringen.