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Welche Ausbildungsart passt am besten zu meinem Berufswunsch?

In Deutschland können Auszubildende für die Berufsausbildung grundsätzlich fünf verschiedene Wege einschlagen. Alle führen am Ende zu einem staatlich anerkannten Abschluss als Facharbeiter, Akademiker oder Beamter. Welche Ausbildungsart für einen Beruf die beste ist, hängt in erster Linie vom Beruf ab

Die am weitesten verbreitete Art, einen Beruf zu erlernen, ist die betriebliche Ausbildung. Der Fachbegriff dafür lautet duale Berufsausbildung, weil diese Form der Ausbildung Theorie und Praxis in sich vereint.

Eine weitere Möglichkeit ist die Ausbildung in einer Berufsfachschule. Diese vermitteln die fachlichen Inhalte eines Ausbildungsberufes und bereiten den Absolventen so auf den Berufsabschluss vor.

Wer die Schule mit dem Abitur abgeschlossen hat, kann sich auch für eine Ausbildung mit Abitur entscheiden. Gegenüber einem Studium hat diese Ausbildungsform den Vorteil, dass der Auszubildende sofort sein eigenes Geld verdient und erste Erfahrungen in der Praxis sammelt. Einige Berufe wie Pilot oder Fluglotse sind ohne Abiturabschluss nicht erlernbar. Wer Bankkaufmann/-frau oder Softwareentwickler/in werden will hat mit Abitur weitaus bessere Chancen. Außerdem beinhaltet diese Ausbildungsart einige Sonderausbildungen der Wirtschaft, die Auszubildenden vor allem für Berufe wie Informatiker oder Journalist zur Auswahl stehen.

Die Hochschulreife beziehungsweise die Fachhochschulreife ermöglicht nach dem Schulabschluss ein Studium an einer Hochschule oder Universität beziehungsweise Fachhochschule. Hier wird die Berufsausbildung mit einem akademischen Grad abgeschlossen.

Um Schulabgängern die Entscheidung, welche Ausbildungsart zu ihrem Berufswunsch am besten passt, zu erleichtern, werden nachfolgend alle Ausbildungsarten näher vorgestellt.

Bild: Die meisten Ausbildungsverträge werden im Einzelhandel geschlossen

1. Betriebliche Ausbildung / Duales System

Die „normale Lehre“ ist in Deutschland noch immer die häufigste Ausbildungsart auf dem Weg in den Beruf. Voraussetzung dafür ist ein Ausbildungsbetrieb, der aufgrund geeigneter Ausbildungsstätten und fachlich und persönlich geeigneten Mitarbeitern berechtigt ist, Auszubildende in dem jeweiligen Beruf anzulernen. Die duale Berufsausbildung enthält sowohl Phasen der praktischen Ausbildung im Betrieb als auch Phasen der theoretischen Ausbildung in der Berufsschule. Zuständige Stellen und Kammern von Bund und Ländern übernehmen dabei die Organisation und Überwachung der Berufsausbildung. Die beliebtesten Berufe für diese Ausbildungsart sind Bürokauffrau/-mann, KFZ-Mechaniker, Einzelhandelskauffrau/-mann sowie zahlreiche handwerkliche Berufe wie Maschinenschlosser/in, Tischler/in oder Friseur/in. Insgesamt stehen mehr als 350 verschiedene Ausbildungsberufe zur Wahl.

  • Ausbildungsdauer: Diese hängt natürlich vom Beruf ab und beträgt zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Besonders gute Leistungen können allerdings mit einer verkürzten Ausbildungszeit belohnt werden. So können fleißige Azubis schon sechs Monate früher ihren Abschluss erhalten.
  • Verdienst: Die praktische Seite des Berufes erlernt man am besten, wenn die Arbeiten selbst ausgeführt werden. Das zieht natürlich auch einen Anspruch auf Verdienst nach sich. Je nach Ausbildungsjahr liegt die Vergütung zwischen 250 und 750 Euro pro Monat.
  • Voraussetzungen: Für die meisten Berufe ist ein Schulabschluss Voraussetzung. Je höher dieser ist, umso besser sind die Chancen, den Ausbildungsplatz zu erhalten, gerade wenn es viele Bewerber gibt. Schlechtere Noten können manchmal aber auch durch ein erstklassiges Bewerbungsschreiben und einen überzeugenden persönlichen Auftritt im Bewerbungsgespräch wettgemacht werden.
  • Der Abschluss: Wer die duale Berufsausbildung erfolgreich beendet hat, darf sich Geselle oder Facharbeiter nennen. In einer schriftlichen Prüfung muss der Auszubildende seine Kenntnisse nachweisen. In vielen Berufen ist auch eine praktische Prüfung erforderlich. Als Nachweis der bestandenen Prüfungen erhält der Auszubildende je ein Zeugnis der Berufsschule, der entsprechenden Kammer sowie des Ausbildungsbetriebs.

 

 

Bild: Im Durchschnitt verdient ein Auszubildender 737 Euro im Westen und 674 Euro im Osten

1.   Der Weg in den Beruf über die Berufsfachschule

Vor allem für Berufe im Dienstleistungsbereich oder Sozial- und Gesundheitswesen kommt diese Ausbildungsart infrage. Hier werden die Auszubildenden im Rahmen eines Vollzeitunterrichts in einer Berufsfachschule auf den Beruf vorbereitet. Vom Krankenpfleger, Erzieher oder Logopäden bis hin zum Informatiker oder technischen Zeichner sind auch bei dieser Ausbildungsart zahlreiche Berufe erlernbar. Die notwendigen praktischen Fähigkeiten werden den Auszubildenden in regelmäßig stattfindenden betrieblichen Praktika vermittelt. Dabei sind Blöcke über einen bestimmten Zeitraum ebenso denkbar wie die Kombination in den Schulalltag durch das Aufteilen der Wochentage in Schultage und Praxistage.

  •  Ausbildungsdauer: Diese variiert und ist abhängig vom jeweiligen Beruf und vom Bundesland, in dem der Beruf erlernt wird. Zwei Jahre sind allerdings auch bei dieser Ausbildungsart das Minimum. Für einige Berufe kann die Ausbildungsdauer bis zu fünf Jahre betragen, vor allem wenn der eigentlichen Ausbildung noch ein ein- bis zweijähriges Vorpraktikum vorangeht und ein Anerkennungsjahr folgt.
  • Verdienst: Anders als bei der dualen Berufsausbildung haben Absolventen von Berufsfachschulen keinen Anspruch auf Vergütung während der Ausbildung. Im Gegenteil, denn durch eventuell anfallende Schulgebühren kommen sogar noch Kosten auf den Azubi zu. Eine Finanzierung der Ausbildung ist auf zweierlei Weise möglich. Wer gute Noten vorweisen kann und vielleicht schon über gewisse Fähigkeiten für den Beruf verfügt, kann sich für ein Stipendium bewerben. Diese werden von diversen Organisationen und Vereinen über eine offizielle Ausschreibung vergeben. Die zweite und häufigste Möglichkeit ist das BAföG. Näheres zu den Voraussetzungen und der Höhe von BAföG können auf der Webseite des Ministeriums für Bildung und Forschung, kurz BMBF abgerufen werden.
  • Der Abschluss: Einen staatlich anerkannten Abschluss erhält man nur, wenn es sich um eine öffentliche Berufsfachschule handelt. Diese unterliegen dem Berufsbildungsgesetz, welches die Ausbildungsinhalte an allen Schulen regelt und vereinheitlicht. Öffentliche Berufsfachschulen garantieren außerdem, dass das Zeugnis in ganz Deutschland den gleichen Wert hat und überall anerkannt wird. Private Berufsfachschulen vergeben nur sogenannte Ausbildungszertifikate. Deshalb ist es wichtig, vorher zu prüfen, ob das Zertifikat in der Branche auch allgemein anerkannt wird.

 

2.   Ausbildung mit Abitur und Sonderausbildungen der Wirtschaft

Mit dem Abitur in der Tasche muss nach der Schule nicht zwangsläufig ein Studium folgen. Bei bestimmten Berufen kann es sinnvoll sein, einen Berufsabschluss mit Doppelqualifikation anzustreben. Dabei erwirbt der Auszubildende neben dem normalen Berufsabschluss noch eine Zusatzqualifikation. Diese können zum Beispiel auf dem Gebiet der Betriebswirtschaft oder anderen fachrichtungsbezogenen Feldern liegen. Diese Ausbildungsart ist besonders dann geeignet, wenn die Ausbildung dem Einstieg in Führungspositionen oder der Vorbereitung auf ein Studium dienen soll.

Gegenüber dem Studium hat die Ausbildung mit Abitur den Vorteil, dass sofort eigenes Geld verdient wird und der Auszubildende schon nach drei Jahren einen Abschluss in der Tasche hat. Mögliche Zusatzqualifikationen sind bei dieser Ausbildungsform der Fachwirt bei kaufmännischen Berufen, der Meister bei handwerklichen Berufen oder der Techniker bei technischen Berufen.

Für bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt eignet sich die Berufsausbildung mit Abitur vor allem in den Branchen Medien, IT, Logistik, Tourismus/Event, Wirtschaft und Finanzen, Forschung und Technik. Bei der Wahl des Ausbildungsbetriebes sollte deshalb vorher abgeklärt werden, ob er solche Zusatzqualifikationen anbietet. Auf jeden Fall bietet die IHK eine Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten. Welche IHK für Ihre Region zuständig ist, kann ganz leicht mit dem IHK-Finder ermittelt werden.

 

3.   Sonderausbildungen der Wirtschaft

Diese Ausbildungsart wird auch Abiturientenausbildung genannt. Sie richtet sich ebenfalls an Auszubildende mit Abitur. Kennzeichnend für diese Berufsbildung ist vor allem die Praxisnähe bei gleichzeitig hohem theoretischen Niveau. Ein Berufseinstieg ist schon nach eineinhalb oder zwei Jahren möglich, der allerdings auch noch durch weitere berufsqualifizierenden Maßnahmen ergänzt werden kann.

Als Beispiel sei hier die Ausbildung zum Journalisten angeführt. Die Auszubildenden durchlaufen während eines Volontariats alle Abteilungen des Ausbildungsbetriebes. Die Besonderheit dieser Ausbildung ist, dass sie nicht mit einem Abschluss endet, da der Journalist ein freier Beruf ist. Nach dem Volontariat sind allerdings erste Anstellungen in der Branche möglich. Weitere Berufsbildern, die mit dieser Ausbildungsart erlernt werden können, sind der Handelsassistent, der Betriebsassistent, der Assistent für Informatik, der Informatiker oder der Wirtschaftsinformatiker.

 

4.  Duales Studium

Wer eine akademische Ausbildung anstrebt, nach der Schule aber nicht die eine Schulbank durch eine andere ersetzen will, für den ist das duale Studium vielleicht eine Alternative. Duale Studiengänge sind in der Regel sehr praktisch und für einen ganz bestimmten Beruf konzipiert.

Wer ein duales Studium aufnimmt, ist ebenso als Student an einer Universität, Hochschule oder Berufsakademie immatrikuliert wie normal Studierende, hat aber gleichzeitig einen Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb, der in der entsprechenden Branche tätig ist. Bei erfolgreichem Abschluss besitzt der Auszubildende also einen berufsqualifizierenden und einen akademischen Abschluss. Das ermöglicht schon während der Ausbildung das Sammeln praktischer Kenntnisse und Erfahrungen. Ein wesentlicher Vorteil ist auch die Vergütung. Anstatt Studiengebühren zu bezahlen, wird die im Ausbildungsbetrieb geleistet Arbeit bereits bezahlt. Auch die Ausbildungsdauer ist weit kürzer als beim normalen Studium. Ein Berufseinstieg ist schon nach drei Jahren möglich. Zur Auswahl stehen dual Studierenden mittlerweile rund 700 duale Studiengänge in Deutschland.

 

Fazit

Welche Ausbildungsart die richtige für den Traumberuf ist, hängt in erster Linie vom Beruf ab. Wenn sich eine Ausbildungsart nicht von vornherein für den gewünschten Beruf ausschließt, gibt es im Grunde kein richtig oder falsch. Wer sich nach der Schule erst einmal in der Praxis ausprobieren möchte, kann mit einer dualen Berufsausbildung einen Beruf erlernen, ohne auf ein anschließendes Studium verzichten zu müssen. Wer sich bereits für einen konkreten Ausbildungsberuf entschieden hat, kann sich im Internet auf verschiedenen Fachportalen informieren.

Für Elektrotechniker gibt es zum Beispiel e-volution. Das Projekt wurde vom saarländischen Unternehmen hager ins Leben gerufen. E-volution bietet dem Auszubildenden Unterrichtsmaterialien an und begleitet ihn auf dem Weg zum Elektrotechniker.

Das schwedische Möbelhaus Ikea bietet unentschlossenen einen Azubi-Tag an. Auf der Website werden Hilfestellungen für die Bewerbung gegeben und der Interessent gewinnt einen ersten Einblick ins Unternehmen.

Eine Kombination mehrerer Ausbildungsarten ist also ebenso denkbar wie nur eine Ausbildungsart. Nützliche Tipps für die Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz enthält die Broschüre der Bundesagentur für Arbeit „Ausbildungsplatz finden“.

Bildquelle: © Pixelot - Fotolia.com<xml></xml>