Erfahrungsbericht Christin

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TIA - This is Africa

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Es gibt Tage, an denen läuft einfach alles schief. Man hat sie nicht oft, aber wenn sie einen treffen, dann richtig. Solch ein Tag, den man am liebsten aus seiner Erinnerung streichen möchte, war meine Anreise nach Kapstadt.

Erst ein ersatzlos gestrichener Hinflug, dann eine Nacht im Hotel am Flughafen, ein verspäteter Abflug, ein verpasster Anschlussflug, ein fehlender Koffer und schlussendlich ein gestohlener Laptop. Alles in allem: Mein Praktikum in Südafrika begann alles andere als reibungslos. Trotzdem habe ich meine Wahl, nach Kapstadt zu kommen, keine Sekunde bereut. Es kann eben nicht immer alles perfekt sein. Trotzdem ein Hinweis an alle Nachfolger: Wertvolle Sachen niemals in Reisetaschen oder Koffern verstauen sondern mit ins Handgepäck nehmen! Ich habe aus meinem Fehler gelernt! Den Osterfeiertagen sei Dank, konnte ich die erste Woche in vollen Zügen genießen, urlaubsmäßig versteht sich. Rauf auf den Tafelberg, ab ans Kap der Guten Hoffnung, erste Begegnungen mit dem afrikanischen Wildlife und dazu Sonne, Sonne und nochmals Sonne.


Völlig ausgeruht habe ich dann meine Praktikumsstelle angetreten. Eine kleine Firma mit einem äußerst netten, verständnisvollen Chef und super Kollegen. Was will man eigentlich mehr. Bei meiner Praktikumsstelle hatte ich also voll ins Schwarze getroffen, bei meinem Mietwagen hat mein Zielwasser jedoch kläglich versagt. Ein alter VW-Käfer. Einerseits sehr billig, andererseits aber alles andere als zuverlässig, leider. Um euch einen kleinen Eindruck zu geben, die angefallenen Schäden in chronologischer Reihenfolge: kaputter Vergaser, Motorschaden, defektes Tacho, nicht funktionierendes Autoschloss, wieder Probleme mit dem Vergaser. Ihr seht also, lasst lieber die Finger davon. Damit erspart ihr euch eine Menge Stress. Andere Mietwagen sind zwar teurer, lassen euch dafür aber nicht im Regen stehen. Außerdem sind die Käfer nicht wirklich für längere Fahrten gemacht. Dabei gibt es Ziele in der näheren Umgebung Kapstadts, die ihr nicht verpassen solltet. Zum Beispiel kann ich jedem Spiers empfehlen. Dieses Weingut liegt auf dem Weg nach Stellenbosch, ungefähr eine Stunde von Kapstadt entfernt. Hier locken neben einer Weinverkostung und einem Restaurant, wo man in Baumkronen isst, auch eine Aufzuchtstation für Geparden. Eine einmalige Chance den Raubkatzen wirklich ganz, ganz nahe zu kommen. 


Ein weiteres Event ist das South African Cheese Festival. Dort könnt ihr Käse, Wein, Schokolade und andere Köstlichkeiten verkosten, bis der Arzt kommt. Yummy!!! Haltet also Ausschau nach dem Termin des Festivals im nächsten Jahr. Ende April 2008 dürfte es wieder soweit sein, auf dem Gut Bien Donné, in der Nähe von Franschhoek. Aktuelle Veranstaltungen findet ihr übrigens im Cape ETC. Dieses Magazin hält für jeden Geschmack etwas bereit. Im Großen und Ganzen Daumen hoch für Südafrika. Es ist die Reise wert.