Erfahrungsbericht Anne

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Sprachkurs, Praktikum, für immer?

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Hätte mir jemand am Anfang des Jahres 2007 erzählt, dass ich innerhalb eines Jahres zweimal an das südliche Ende des afrikanischen Kontinents reisen würde, ich hätte ihn für verrückt erklärt. Aber, wie der Zufall es wollte, bin ich zum zweiten Mal in Kapstadt gelandet.

 War ich im Februar nur für vier Wochen in Südafrika, um einen Sprachkurs an einer der zahlreichen internationalen Sprachschulen Kapstadts zu machen, flog ich im September für den Zeitraum von 6 Monaten zurück zum Kap. Der Sprachkurs war toll und auch von der Stadt selbst konnte ich genug erkunden. Ob am Wochenende nach Camps Bay oder am Abend in die Long Street, dafür war alle mal Zeit.


Und nun, nachdem ich mein Studium abgeschlossen habe, bin ich wieder hier. Ich wollte gern für längere Zeit weg von zu Hause, da ich es bisher einfach nicht geschafft hatte. Also entschied ich mich für ein Praktikum im Ausland. Da war das Angebot in der Personalabteilung eines Unternehmens in Kapstadt zu arbeiten, einfach zu verlockend. Außerdem kannte ich die Stadt ja bereits. Zum Glück hatte ich Unterstützung vom studentsgoabroad.com- Team. Da ich meine Bachelorarbeit in den Wochen vor meinem Abflug noch schreiben musste, fand ich es gut, dass ich mir nicht noch den Stress mit der Wohnungssuche machen musste. Auch das Abholen vom Flughafen war geregelt. Nach zwölf Stunden Flug von Frankfurt nach Kapstadt ist man doch ganz schön kaputt. Meine Mitbewohnerin ist Südafrikanerin und auf Arbeit bin ich auch gezwungen Englisch zu reden, also zum Sprache verbessern perfekt, aber mit Freunden rede ich in der Freizeit dann doch nur Deutsch. Aber immer noch besser als gar nichts.


Meine Mitbewohnerin hat mich während der Rugby Weltmeisterschaft im September / Oktober mit dem Rugbyfieber angesteckt. Und wie toll war es erst als Südafrika ins Finale kam und dann auch noch England besiegt hat. Ganz Kapstadt war auf den Beinen, im Auto hupend oder einfach tanzend in den Straßen. Die Long Street wurde zur Partymeile. Das erinnerte mich an die Fußball-WM im letzten Jahr bei uns. Auch gut, dass ich mir für meinen Aufenthalt unseren Winter ausgesucht habe, denn in Südafrika ist dann genau Sommer. Werde also braun, während meine Freunde und Familie im dicken Pullover frieren.